Nachrufe
2025
Nachruf auf Dr. Lia Schmeja
Geboren am 15. Juni 1935 als Amalia Riesz in Bač (Vojvodina, heute Serbien) als zweites Kind von Johann und Magdalena Riesz; dreisprachig aufgewachsen (Deutsch, Ungarisch, Serbokroatisch). 1944 Flucht vor den Kriegswirren, ein ¾ Jahr mit Pferdewagen auch im Winter unterwegs, 1945 Ankunft in Kirchberg/Thening (OÖ). Dort die Volksschule abgeschlossen, ab 1946 Besuch des 1. BRG für Mädchen in Linz, Matura 1954 mit Auszeichnung; Erziehung im Bundeskonvikt und im Ursulinen-Internat.
Ab 1954 Studium der Romanistik und Anglistik an der Universität Graz; Finanzierung durch diverse Tätigkeiten (u. a. Schreibkraft, Unterricht). 1957/58 Austauschstudentin in Le Havre; enge internationale Freundschaften. 1961 Promotion zum Doktor der Philosophie (Französisch/Englisch). Bildung blieb nach Kriegsverlusten höchster Wert der Familie.
1963 Heirat mit Michael Schmeja in der Stiftskirche Wilhering; drei Söhne: Georg (1964), Michael (1966), Johannes (1969). Wohnsitz in Graz. Beruflich als Sprachlehrerin und Nachhilfegeberin tätig; förderte unzählige Jugendliche bis zur Matura. Gesellschaftlich stark vernetzt, kulturell engagiert und organisatorische Drehscheibe der Familie.
Reisefreudig und weltoffen, sozial engagiert, bereiste nahezu ganz Europa und darüber hinaus; blieb humorvoll, tatkräftig, zugewandt. Großer Familienmensch, später sieben Enkelkinder.
In den letzten Jahren gesundheitlich stark eingeschränkt (u. a. Schlaganfall, Demenz, Gefäßerkrankung); verstarb am 14.8.2025 liebevoll umsorgt von der Familie in der Palliativstation der Elisabethinen.
In Erinnerung bleibt sie als fröhliche, resiliente und liebevolle Persönlichkeit.
2025
Nachruf auf Barbara Kramer-Drauberg
Sie ist am 12. Juni 2025 verstorben. Mit ihr habe ich eine liebevolle Gefährtin, haben viele eine treue Freundin und alle eine begnadete Fotografin verloren. Dem Burgenverein hat sie aber als Initiatorin der ersten bildlichen Darstellung aller Burgen und Schlösser in der Steiermark ein Aushängeschild und Werbung verschafft und ist damit gewissermaßen eine Stütze des Vereins geworden und bleibt es auch.
Ihr erstes Buch, „Jugendstil in Graz" hat ihr zwar großen Erfolg eingebracht, aber auch die Erkenntnis, daß so ein Werk mehr ein teures Hobby ist als, wie erhofft, eine Möglichkeit, Geld zu verdienen. Das hat sie aber nicht daran gehindert, sich mit gleichem Eifer den Burgen zuzuwenden. Sie hat sich in das Thema eingelesen und sich mit Hilfe des Burgenvereins, in erster Linie von Dieter Herzog, Heribert Szakmary und Karl-Heinz Geher ans Fotografieren gemacht. Der erste Band ist, wie zu erwarten wieder ein großer Erfolg geworden. Für den zweiten habe ich sie begleitet und haben wir gemeinsam die Obersteiermark erkundet. Jetzt konnte ich ihre Arbeitsweise beobachten: wie sie den geeigneten Blickwinkel, die richtige Tageszeit und den optimalen Sonnenstand geduldig auswählte und abwartete. Oft haben wir dafür, wenn möglich, das ganze Objekt umrundet, haben uns durch das Unterholz eines Waldes geschlagen oder sind über Felsen geklettert. Bei manchen Ruinen musste ich sie von allzu riskanten Kletterpartien abhalten.
Zu Hause hat sie minutiös jedes einzelne Bild am Computer bearbeitet (heute würde ihr die moderne Technik einiges davon abnehmen), dann das richtige Bild in der geeigneten Größe für die linke Bildseite ausgesucht, um ein passendes Pendant für das Bild auf der gegenüberliegenden Seite, und um ausreichend Platz für den Text zu haben.
Zuletzt hat sie noch den Druck überwacht. Dafür sind wir zur Druckerei nach Wolfsberg gefahren. Sie hat jeden einzelnen Probedruck mit den Arbeitern begutachtet und, wenn es ihr notwendig schien, eine Änderung der Farbmischung gefordert.
Sie hat später noch schöne Bücher über das Herz-Jesu-Viertel und über den Bezirk Geidorf gestaltet, ihr Hauptwerk aber bleibt „Burgen, Schlösser und Ruinen der Steiermark".
Wir werden ihrer noch lange gedenken, nicht nur im Burgenverein.
Konstantin Jordis-Lohausen
2020
Nachruf Gerfried Lechner
Sehr betroffen sind wir über den Heimgang unseres Vorstandsmitglieds Herrn Gerfried Lechner. Mit diesem Nachruf möchten wir ihn in allerbester Erinnerung behalten und ihm die letzte Ehre erweisen.
Herr Lechner trat am 17.12.1996 in den Steirischen Burgenverein ein und hat uns immer tatkräftig unterstützt. Als Quartier-Vogt hatte er die Verwaltung der Bücher, Postkarten, Briefmarken und die Verteilung der eingehenden Post über. In den Jahren 2011 bis 2014 war er als Schriftführer tätig.
Er verstarb im 66. Lebensjahr leider viel zu früh und hat eine große Lücke in unserem Verein hinterlassen. Für seine Leistungen sind wir ihm sehr dankbar und werden ihn stets in ehrendem Gedenken bewahren.
